Dialog Kosmetik
10. Stakeholder-Workshop, pdf-Datei

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9. Stakeholder-Workshop
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8. Stakeholder-Workshop
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7. Stakeholder-Workshop
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6. Stakeholder-Workshop
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5. Stakeholder-Workshop
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4. Stakeholder-Workshop
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3. Stakeholder-Workshop
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2. Stakeholder-Workshop
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1. Stakeholder-Workshop
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10. DIALOG KOSMETIK

Thema des 10. Dialog-Kosmetik am 5. und 6. September 2016 war
„Jugendliche und Kosmetik - Über was müssen wir (wie) reden?“

Junge Menschen leben heutzutage vielfach in einem Zustand latenter Überforderung. Zusätzlich zu den Veränderungen am eigenen Körper, die sie als verwirrend, oft auch als peinlich empfinden, prasselt eine Vielzahl an Anforderungen auf sie ein. Turbo-Abi und verschulte Studiengänge lassen kaum Luft zum Atmen. Freizeit muss zwischen Verpflichtungen gequetscht werden. Immer neue Trends haben eine immer kürzere Halbwertzeit. Die Kommunikationswege ändern sich dramatisch: WhatsApp, Instagram & Co. ersetzen das persönliche Treffen. Dafür sind Jugendliche heute überall und immer „on“ - vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Einen festen Rhythmus hat ihr Leben nur noch selten. Auch, weil tradierte Familienmodelle vom Aussterben bedroht sind. Immer mehr Jugendliche wachsen mit nur einem Elternteil oder in Patchwork-Familien auf, pendeln zwischen Mama und Papa hin und her. Oder, das andere Extrem, sie werden auf Schritt und Tritt von überfürsorglichen Helikopter-Eltern umschwirrt. Dabei bewegen sie sich zwischen dem, was sie selbst von sich und ihrem Leben erwarten, und den Erwartungen, die andere auf sie projizieren: Eltern, Lehrer, Freunde ... Die Folge ist Unsicherheit. Das Gefühl von Kontrollverlust. Und das dringende Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität.

Beides suchen junge Menschen in Mode und Kosmetik. Denn anders als in früheren Jahrzehnten ist heute nicht mehr das Sich-Abgrenzen Mittel zum Zweck, sondern das Sich-Anpassen an den Mainstream. 85 Prozent der Jugendlichen nutzen Pflege-/Kosmetikprodukte, weil sie sich damit sicherer fühlen; immerhin zwei Drittel, um „nicht negativ aufzufallen“.

Der 10. „Dialog Kosmetik“ beschäftigt sich intensiv mit der Frage, worüber wir mit Jugendlichen reden müssen. Und wie. Möglicherweise weniger als in der Vergangenheit mit dem erhobenen Zeigefinger. Stattdessen eher lobend und bestärkend - dann aber konsequenterweise auch verantwortungsbewusst und erklärend. Getreu der Devise: Wir haben verstanden, dass Kosmetik euch wichtig ist. Dann lasst uns darüber reden, wie ihr sie richtig anwendet. Und wann ihr besser einen Experten zu Rate zieht.

 

Der DIALOG KOSMETIK wurde im Jahr 2005 als themenoffene Plattform zum kritischen Dialog über diskussionswürdige Themen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen initiiert. Ziel ist der regelmäßige, ergebnisoffene Austausch über Positionen und Haltungen zu gesellschaftlich bedeutsamen Aspekten aus dem Handlungsfeld der Kosmetik und Körperpflege.

An den Treffen des Dialogs nehmen – in Abhängigkeit des Schwerpunktthemas – zwischen 20 und 50 Akteure aus folgenden Bereichen teil: Behörden, Hochschulen, Gewerkschaften, Industrie, Kirchen, Ministerien, Nichtregierungsorganisationen, Umweltorganisationen und Verbraucherverbände. Der Kreis der beteiligten Institutionen und Personen ist nicht festgelegt und nicht geschlossen.